petsMetrics Logo
GIFTIG — Katzen können ätherische Öle nicht verstoffwechseln

Meine Katze hat ätherische Öle aufgenommen: Was jetzt zu tun ist

catEmergency.ateEssentialOils.banner.subtitle

Bewerten Sie das Risiko Ihrer Katze jetzt

ÖlartExpositionswegRisikostufeErforderliche Maßnahme
TeebaumölJeder WegKRITISCH🚨 SOFORT zum Notfall-Tierarzt — oft tödlich
Zitrusöle (d-Limonen)Verschluckt oder auf der HautHOCH🚨 Notfall-Tierarzt — Leberschäden
Diffusor-InhalationAtemwegeModerat📞 Tierarzt bei Atemwegsanzeichen

Was Sie jetzt tun sollten

  1. 1

    Schritt 1: Waschen Sie Ihre Katze, wenn Öl auf Fell/Haut ist

    Verwenden Sie Dawn-Geschirrspülmittel (löst Öl), um jede topische Exposition abzuwaschen. Gründlich ausspülen. Verwenden Sie KEIN Wasser allein — Öl stößt Wasser ab.

  2. 2

    Schritt 2: Entfernen Sie die Expositionsquelle

    Schalten Sie Diffusoren aus, entfernen Sie Ölbehälter und lüften Sie den Bereich. Bringen Sie Ihre Katze an die frische Luft.

  3. 3

    Schritt 3: Rufen Sie den Giftnotruf an

    📞 <strong>ASPCA-Giftnotruf:</strong> (888) 426-4435. Bringen Sie die Ölflasche mit — nennen Sie den botanischen Namen und den Phenol-/Terpengehalt, falls angegeben.

  4. 4

    Schritt 4: KEIN Erbrechen auslösen

    ⚠️ Ätherische Öle haben ein hohes Risiko für Aspirationspneumonie. Erbrechen kann dazu führen, dass Öl in die Lunge gelangt. Gehen Sie zum Tierarzt für eine sichere Dekontamination.

Die Wissenschaft dahinter

Katzen fehlen die UDP-Glucuronosyltransferase-Enzyme (UGT1A6 und UGT1A9), die für die Phase-II-Glucuronidierung von Terpenen (d-Limonen, alpha-Terpineol) und Phenolen (Eugenol, Thymol) erforderlich sind. Diese Verbindungen reichern sich im hepatobiliären System an und verursachen Hepatotoxizität und Neurotoxizität. Katzen haben zudem defiziente P-Glykoprotein-Efflux-Transporter an der Blut-Hirn-Schranke, was die ZNS-Exposition erhöht. Die Monoterpene des Teebaumöls (Melaleuca alternifolia) verursachen eine dosisabhängige ZNS-Depression, Ataxie und Hypothermie. Bereits 10 ml dermal aufgetragen können bei Katzen tödlich sein (ASPCA, 2023).

Häufig gestellte Fragen

Warum sind ätherische Öle giftig für Katzen?

Katzen fehlen die UDP-Glucuronosyltransferase-Enzyme (UGT), die zur Verstoffwechselung bestimmter Verbindungen in ätherischen Ölen (Terpene, Phenole, Ketone) benötigt werden. Dies macht sie 10x empfindlicher als Hunde gegenüber Teebaumöl, Zitrusölen, Eukalyptus, Pfefferminze und Kiefernölen. Selbst die topische Anwendung auf der Haut kann Toxizität verursachen, wenn die Katze es ableckt.

Welche ätherischen Öle sind für Katzen am gefährlichsten?

Am gefährlichsten: Teebaum (Melaleuca), Wintergrün, Pfefferminze, Kiefer, Eukalyptus, Zitrus (Limonen, Linalool), Zimt, Nelke, Ylang-Ylang, Birke und Thymian. Teebaumöl wird am häufigsten gemeldet — bereits 10-20 ml auf der Haut können tödlich sein. Diffusoren sind ebenfalls gefährlich, da Katzen Tröpfchen einatmen und vom Fell ablecken.

Was sind die Symptome einer Vergiftung mit ätherischen Ölen bei Katzen?

Die Symptome hängen von Ölart und Expositionsweg ab: (1) Verschlucken: Speicheln, Erbrechen, Zittern, Ataxie, Schwäche, Hypothermie. (2) Hautabsorption: Lethargie, Hypersalivation, Leberschäden. (3) Inhalation: Atemnot, Aspirationspneumonie. Teebaumöl verursacht spezifisch schwere Hypothermie und Ataxie innerhalb von 2-8 Stunden.

Sind Diffusoren für ätherische Öle gefährlich für Katzen?

Ja, Diffusoren bergen drei Risiken: (1) Eingeatmete Tröpfchen setzen sich auf dem Fell ab und werden beim Putzen aufgenommen, was zur Verschluckung führt. (2) Verdampfte Öle reizen die Atemwege von Katzen (Katzen haben einen effizienten Geruchssinn, aber empfindliche Atemwege). (3) Konzentriertes Öl im Diffusorwasser kann verschüttet und abgeleckt werden. Verwenden Sie Diffusoren nur in gut belüfteten Räumen, die Ihre Katze nicht betreten kann.